Zur Startseite

Zöliakie

Durch ein Gendefekt kommt es bei der Zöliakie zu einer Unverträglichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Grünkern vorkommt.
Durch das Gluten werden die Dünndarmzotten geschädigt, so dass Nährstoffe nur noch schlecht resorbiert werden und es als Folge zu enormen Verdauungs- und Gedeihstörungen kommen kann. Erste Symptome sind Blähungen, anhaltende Durchfälle, Erbrechen, Gewichtsverlust und Schwäche. Wer von dieser Erkrankung betroffen ist, muss lebenslang glutenhaltige Getreide und die daraus herstellten Produkte strengstens meiden.
Als (Pseudo-) Getreide erlaubt sind allerdings Reis, Mais, Hirse, Quinoa, Amaranth und Buchweizen.
Babys Kost sollte vorsichtshalber in den ersten 4 Monaten vollständig glutenfrei sein, da in dieser Phase eine Zöliakie leichter entstehen kann.
Da Muttermilch, Fertigmilchnahrungen und selbsthergestellte Milchnahrung mit Stärke oder Reisschleim glutenfrei sind, ist diese Vorsichtsmaßnahme leicht einzuhalten.
Ab dem 5. Lebensmonat können glutenhaltige Getreide mit einbezogen werden, ggf. kann eine bestehende Unverträglichkeit jetzt beobachtet und rechtzeitig behandelt werden.
Wird eine Zöliakie diagnostiziert, ist eine glutenfreie Kost einzuhalten. Was in diesem Alter noch unproblematisch ist, kann beim Heranwachsenden knifflig werden, da Gluten in vielen Produkten als Zutat oder Hilfsstoff verborgen ist. Hier ist eine fundierte Ernährungsberatung erforderlich.

< zurück