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Bioland ist der größte ökologische Anbauverband in Deutschland. Die Wirtschaftsweise der Bioland-Bauern basiert auf einer Kreislaufwirtschaft - ohne synthetische Pestizide und leichtlösliche Stickstoffdünger.  Tiere werden artgerecht gehalten, mit viel Platz im Stall, Auslauf oder Weidegang und natürlichem Futter aus Bioland-Anbau. Die so erzeugten Rohstoffe werden von unseren Bioland-Herstellern schonend und ohne umstrittene Zusatzstoffe verarbeitet. Das Ergebnis sind hochwertige Bioland-Lebensmittel mit dem Geschmack unverfälschter Natur.

Bioland-Erzeuger

Seit den 80er Jahren sind die Mitgliederzahlen von Bioland kontinuierlich gestiegen. Mit Ausnahme von 290 Betrieben in Südtirol haben alle Bioland-Betriebe ihren Standort in Deutschland. Bioland-Erzeuger müssen ihren Betrieb komplett umstellen, eine konventionelle Bewirtschaftung von Teilbereichen des Hofes ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Warenzeichen

Wie aktuelle Studien belegen, ist Bioland das bekannteste Bio-Zeichen in Deutschland (gestützter Bekanntheitsgrad: 63%, IRI 2006). Das liegt einerseits daran, dass viele Bioland-Bauern in Hofläden oder auf Wochenmärkten persönlich und im Wortsinne “begreifbar” die Bioland-Qualitätsphilosophie vermitteln. Zudem sorgen die strengen Qualitäts- und Kontrollmaßstäbe von Bioland dafür, dass das Vertrauen der Verbraucher in die Bioland-Lebensmittel nicht enttäuscht wird.


www.bioland.de

Bioland-Kontrollsystem

Alle Biobauern und Hersteller von Bio-Lebensmitteln unterliegen dem gesetzlich vorgeschriebenen Bio-Kontrollsystem. Staatlich akkreditierte Kontrollinstitute besuchen mindestens einmal jährlich jeden Betrieb und stellen nach der Inspektion ein Bio-Zertifikat aus - vorausgesetzt, es gibt keine wesentlichen Abweichungen von den gesetzlichen Bio-Vorgaben.

Im Bioland-System werden diese Kontrollen um zwei wichtige Bereiche ergänzt: zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen wird die Einhaltung der z. T. wesentlich strengeren Bioland-Richtlinien überprüft, außerdem wird das Ergebnis der Kontrolle zunächst von einer unabhängigen Bioland-Anerkennungskommission überprüft, bevor der Betrieb ein Bioland-Zertifikat erhalten kann. Im erfahrungsgemäß besonders sensiblen Bereich der Futtermittelherstellung müssen sich Bioland-Hersteller sogar mindestens zweimal jährlich überprüfen lassen.

Engagement

“Verantwortung für Mensch und Natur” - dieses alte Bioland-Motto hat für uns auch heute nicht an Aktualität verloren. Daher engagiert sich Bioland in vielen Bereichen, die für eine zukunftsfähige Biolandwirtschaft wichtig sind: z. B. gegen die schleichende Ausbreitung der Gentechnik und für gentechnikfreie Regionen, gegen eine Verwässerung der EU-Bio-Verordnung (der gesetzlichen Grundlage des Biolandbaus) und für gerechte Rahmenbedingungen der Bio-Bauern in Europa. Viele Bioland-Bauern oder - Hersteller sind auch ganz direkt vor Ort in Bürgerinitiativen, Kirchen oder Parteien aktiv.

www.gentechnik-stoppen.de 

Pflanzenbau

Den Prinzipien des organisch-biologischen Landbaus folgend streben Bioland-Betriebe nach möglichst geschlossenen Stroffkreisläufen. Durch vielseitige Fruchtfolgen wird das Bodenleben gefördert. Der Anteil von Stickstoff fixierenden Pflanzen macht den Einsatz von chemisch synthetisch hergestellten Düngern unnötig. Chemische Pflanzenschutzmittel erübrigen sich. Schädlinge und Krankheiten werden durch Fruchtfolge, Sortenwahl, sorgfältige Pflege mit Kräuterauszügen und Förderung von Nützlingen im Zaum gehalten. Durch gezielte Maßnahmen wie die Anlage von Hecken wird die Artenvielfalt gefördert und ein stabiles Ökosystem geschaffen.


Tierhaltung

Die Anzahl der Tiere auf einem Bioland-Betrieb ist an die Fläche gebunden. Das heißt, es dürfen nur so viele Tiere gehalten werden, wie Futter auf den Betriebsflächen erzeugt werden kann. Die Tiere werden artgerecht gehalten. Ob Rind, Schwein oder Huhn, die Tiere haben allesamt Zugang zu Auslaufflächen oder Weidegang. Erkrankt ein Tier, werden bevorzugt Naturheilverfahren und homöopathische Mittel eingesetzt. Antibiotika oder Hormone als Leistungsförderer sind tabu.

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