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Die Vielfalt ist groß, ebenso die Verunsicherung. Sollte ein Kind im ersten Lebenshalbjahr unbedingt
Fleisch bekommen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Mütter, sondern
auch Ernährungsexperten. Fakt ist, dass der körpereigene Speicher für das
wichtige Spurenelement Eisen ab dem 4. bis 6. Monat zur Neige geht und daher
Eisen mit der Nahrung zugeführt werden muss. Eisen ist für die Versorgung des
Körpers mit Sauerstoff (Bestandteil des roten Blutfarbstoffs) unentbehrlich. Ein
Eisenmangel macht, besonders im Wachstum, müde, blass und schlapp. Um optimal
versorgt zu sein, ist nicht nur die Menge, sondern auch die Verfügbarkeit des
Eisens von Bedeutung, so ist Eisen aus Fleisch besser zu verwerten als Eisen aus
pflanzlicher Kost oder Eisen aus Milch und Eiern. Allerdings lässt sich die
Verwertbarkeit durch Vitamin C und auch durch Fruchtsäuren verbessern.
Sofern Sie also lieber zur vegetarischen Brei-Variante, dem Gemüsebrei, greifen, geben
Sie als Nachtisch stets ein paar Löffel Obstmus, z. B. aus Äpfeln oder
Birnen. Viele Lebensmittel wie Vollkorngetreide (hier vor allem Hafer), Nüsse,
Samen (vor allem Sesam) und verschiedene Gemüse liefern beachtliche Mengen
an Eisen, die in Kombination mit Obst die Eisenspeicher des kindlichen Organismus
auffüllen können. Eine vegane Ernährungsweise, d. h. das Vermeiden von
Fleisch und Milch, ist nicht empfehlenswert!
Rezeptbeispiel für einen Gemüse-Kartoffel-Brei ohne
Fleisch 100 g Gemüse 50 g Kartoffeln 10 g Haferflocken 30 g
Obstpüree 20 g Wasser 8 g Rapsöl Gemüse und Kartoffeln putzen, schälen,
klein schneiden und in wenig Wasser weich kochen. Mit dem Obstmus und dem Wasser
pürieren, dann das Rapsöl unterrühren.
Ebenso wie einige Nahrungsbestandteile die Aufnahme von Eisen fördern, so
können andere diese hemmen. Der Ernährungsplan sollte, da Milch die
Eisenverfügbarkeit hemmt, in milchhaltige und milchfreie Mahlzeiten unterteilt
werden. Wir empfehlen, die milchfreien Mahlzeiten (also die Gemüsebreie und
Obst-Getreidebreie) zuerst einzuführen.
Als Gemüse eignen sich alle Arten, die gut verträglich sind und zudem viele
Nährstoffe liefern wie Fenchel, Karotten, Kürbis, Zucchini, Blumenkohl oder
Pastinaken. Spinat, Rote Bete und Mangold können oft hohe Nitratwerte aufweisen,
hier greifen Sie besser zur nitratärmeren und streng kontrollierten
Gläschenkost. Gewürze sollten nicht zugegeben werden. Um eventuelle
Unverträglichkeiten feststellen zu können, hat es sich bewährt, zunächst jeweils
nur eine Sorte Gemüse bzw. Fleisch für den Brei zu verwenden. Zudem endeckt Ihr
Baby täglich eine neue Geschmacksnuance.
Rezeptbeispiel für einen
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei 90-100 g Gemüse 40-60 g
Kartoffeln 30-45 g Obstsaft oder Obstpüree 20-30 g mageres Fleisch (z. B.
Schwein oder Geflügel) 8-10 g Rapsöl Kleingeschnittenes Fleisch iin wenig
Wasser fast weich kochen, Kartoffeln und Gemüse putzen, waschen und in grobe
Stücke schneiden. Mit dem Fleisch fertig garen. Obstsaft zugeben und pürieren,
Öl unterrühren.
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